Medienbildung für Eltern


Wie sieht das digitale Schülerleben im Jahr 2018 aus? Was ist im Internet nützlich und was für Heranwachsende gefährlich? Welche Informationen brauchen Eltern und Erzieher? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigte sich Günter Steppich, den die Francke-Schule zu je einem Vortrag für Eltern und Lehrkräfte eingeladen hatte.

Steppich ist nicht nur selbst Lehrer, sondern auch Fachberater für Jugendmedienschutz am Schulamt Wiesbaden und im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums als Referent tätig. Da Internetzugänge und Handyverträge von Heranwachsenden auf die Eltern eingetragen sind und die Schule die Medienerziehung nicht in umfassendem Maße übernehmen kann, möchte er Wissenslücken schließen, generationenübergreifende Gespräche anregen und Eltern zur Begleitung ihrer Kinder befähigen.

Dabei konnte der Fachmann mit Zahlen aus einer aktuellen Studie aufwarten und die Zuhörer/-innen mit durchaus problembewussten Kindern überraschen: Die Hälfte der 8- bis 14-jährigen Befragten gab an, dass Handynutzung für Ablenkung bei ihren Hausaufgaben verantwortlich sei. Bei Problemen wie Belästigung im Internet seien es aber nur 40% der Kinder, die ihre Eltern um Hilfe bäten; bei sexuellem Bezug steige diese Zahl über 90 %. Auch die Naivität, mit der Kinder Kontaktanfragen am Smartphone beantworten, sollte Eltern zu denken geben, mahnte der Experte und ergänzte reale Beispiele aus seiner Beratungspraxis. So seien etliche Spiele, die Kindern als Unterhaltung und Zeitvertreib dienten, in weiterer Funktion dazu geeignet, dass Erwachsene, die ihr Alter falsch angäben, Vertrauen erschleichen und Adressdaten von minderjährigen Mitspielern erfragen könnten.

Steppich gab im Laufe seines multimedialen Vortrags auch Informationen darüber, wie die zu Facebook gehörenden Anwendungen WhatsApp und Instagram Daten untereinander austauschen und so den Nutzen für den anbietenden Konzern vergrößern – auf Kosten des Datenschutzes. Verbessern könne man seine persönliche Datensicherheit durch jeweils unterschiedliche E-Mail-Adressen sowie durch gezielte Sicherheitseinstellungen beim Anlegen eines Profils. Wie man dies im optimalen Fall mit dem heranwachsenden Kind zusammen erledigen kann, demonstrierte er den über 400 Eltern, die zu diesem besonderen Elternabend gekommen waren.

Auf der Homepage www.medien-sicher.de bietet der Referent weiterführende Informationen.


Back to Top

Magazin auswählen

Magazin 143 Magazin 143
Magazin 142 Magazin 142
Magazin 141 Magazin 141
Magazin 140 Magazin 140
Magazin 139 Magazin 139
Magazin 138 Magazin 138
Magazin 137 Magazin 137
Magazin 136 Magazin 136
Magazin 135 Magazin 135
Magazin 134 Magazin 134